Kostenfreie Tampons und Binden in öffentlichen Gebäuden

Der UB Parteitag möge beschließen

Die SPD Duisburg fordert eine kostenfreie Bereitstellung von Hygieneartikeln für Frauen* in öffentlichen Gebäuden. Hierbei werden in allen öffentlichen Sanitäranlagen Binden und Tampons kostenlos zur Verfügung gestellt.

Begründung:

Produkte für die Periode dürfen keine Frage des Geldes sein! Gerade obdachlose Menschen nutzen öffentliche Toiletten und erhalten so Zugang zu Hygieneartikeln. Darüber hinaus sollte sich keine Frau* darüber Gedanken machen müssen, wo Sie* in dringenden Notfällen Produkte zur Hygiene bekommt. Binden und Tampons o.ä. werden genauso dringend benötigt wie beispielsweise Toilettenpapier.

Das Thema Menstruation muss endlich enttabuisiert werden und Frauen* haben ein Recht darauf, genauso unbeschwert am öffentlichen Leben teilzunehmen, wie Männer*.

Frauen* haben im Durchschnitt ihre Menstruation vom zwölften bis zum 51. Lebensjahr; meistens jeden Monat mit einer durchschnittlichen Dauer von drei bis sieben Tagen. Dann ist es gut, wenn Frauen* möglichst sorgenfrei auf eine öffentliche Toilette gehen können und wissen, dass sie dort kostenlose Produkte bekommen können.

Binden und Tampons sind auch einfach teuer, aber es ist leider ein Fakt, dass Frauen* während ihrer Periode eine größere Anzahl von diesen benötigen. Lasst uns eine einfache Rechnung durchgehen: Ca 5 Binden bzw. Tampons verwendet eine Frau während ihrer Regel pro Tag. Ca. 7 Tage im Monat werden die Produkte getragen. 12-mal im Jahr menstruieren Frauen* im Schnitt. Ca. 3276 Tage verbringt eine Frau* in ihrem Leben mit der Menstruation im Durchschnitt. Damit verbraucht eine Frau* ca. 16800 Binden bzw. Tampons in ihrem Leben. Wenn man annimmt, dass ein normaler Tampon 6 Cent kostet, gibt eine Frau* in ihrem Leben über 1000€ für Binden und Tampons aus. Da ist es nicht Zuviel verlangt, wenn man um eine kostenfreie Bereitstellung für Binden und Tampons in öffentlichen Sanitäranlagen bittet.

Antragsteller: JUSOS Duisburg

Adressat: Ratsfraktion SPD Duisburg – AK 4

Beschlussüberprüfung: